Selbstverständnis, Ziele und Mitgliedschaft

Über die DGEPD

Die "Deutsche Gesellschaft zur Erforschung des Politischen Denkens" (DGEPD) besteht seit dem Jahre 1989. Ihre Entstehung fällt damit - bedingt durch die Auflösung der seit 1945 gültigen Nachkriegsordnung in Deutschland, in Europa und in globaler Hinsicht - in eine Zeit des Umbruchs und der Neuorientierung. In der DGEPD haben sich in Folge dessen u.a. Politikwissenschaftler, Philosophen, Juristen, Ökonomen, Soziologen und Historiker zusammengeschlossen, die interdisziplinär tragfähige Zugänge zu den Grundfragen des politischen Handelns suchen und Antworten auf aktuelle politische Fragestellungen geben wollen.

Politik und politische Kultur sind keine Bereiche, für die nur eine Wissenschaft zuständig sein könnte. So, wie die praktische Politik prinzipiell keine Meinung ausschließen kann, so darf auch die Theorie der Politik keine Disziplin ausklammern. Die wissenschaftliche Begleitung und Beratung der Politik müssen sich auf viele Ansätze stützen können. Folglich soll auch die DGEPD für alle (Nachbar-)Disziplinen offen sein, die zum Verständnis der Politik einen Beitrag leisten.

Die Ziele des Vereins werden in erster Linie durch die Veranstaltung wissenschaftlicher Tagungen, die Vermittlung wissenschaftlicher Kontakte, die Zusammenarbeit mit anderen wissenschaftlichen Organisationen und Fachverbänden sowie durch die Herausgabe des Jahrbuchs Politisches Denken realisiert. Es besteht die Überzeugung und Hoffnung, auf diese Weise auch neue Wege zum Verständnis der politischen Praxis zu erschließen.

Die DGEPD sieht ferner eine wichtige Aufgabe darin, zwischen verschiedenen politischen Kulturen zu vermitteln. Sie kooperiert daher u.a. mit der International Conference for the Study of Political Thought (CSPT). Durch das Jahrbuch Politisches Denken und durch die gegenseitige Teilnahme an Konferenzen soll das politische Denken in den Mitgliedsländern transparenter werden. Der Dialog soll dazu beitragen, den politischen Diskurs in Deutschland nach außen hin verständlicher zu machen, Missverständnisse abzubauen sowie sachgerechte Eindrücke und Interpretamente zu vermitteln. Das gilt ausdrücklich auch für die Kontakte der DGEPD in das europäische Ausland.

Angesichts der großen Umwälzungen im Zuge von Globalisierung und Entgrenzungseffekten, die längst alle politischen Verhältnisse in Europa - insbesondere in Deutschland - erfasst haben, ist die Dringlichkeit der Aufgabe sogar noch gewachsen. Um aus den in den unterschiedlichen Lebensbereichen gewonnenen Erfahrungen zu lernen, um Bewährtes zu verteidigen und Neues zu prüfen, brauchen wir den Austausch zwischen Theorie und Praxis mehr denn je.

Die DGEPD verfolgt ihren Zweck "Förderung der interdisziplinären Forschung im Bereich der Grundlagen des politischen Handelns" in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins, der als gemeinnützig anerkannt ist.

Im regulären Mitgliedsbeitrag ist der Bezug des Jahrbuchs Politisches Denken enthalten. Die DGEPD freut sich über jedes neue Mitglied, das mit dazu beiträgt, ihre Themen und Ziele mit Leben zu erfüllen. Wer ihr beitreten möchte, kann dies mittels des dafür vorgesehenen Antrags tun und das ausgefüllte Formular an das Sekretariat der Gesellschaft schicken (siehe "Anmeldung").

Kooperationen

A) Forschungsarbeitsgemeinschaft Politische Philosophie und politische Theorie
Im Jahr 2014 riefen die DGEPD und die Deutsche Gesellschaft für Philosophie auf Initiative von Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin und Prof. Dr. Barbara Zehnpfennig die „Forschungsarbeitsgemeinschaft Politische Philosophie und politische Theorie“ ins Leben, um die Teildisziplin der politischen Philosophie und politischen Theorie in ihrer Bedeutung und Rolle innerhalb der Politikwissenschaft, z.B. durch die Ausrichtung von Workshops oder Tagungen, zu stärken.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Stefan Gosepath: stefan.gosepath_at_fu-berlin.de

B) Information Philosophie
Information Philosophie ist eine seit 1973 und mit inzwischen 4 Ausgaben pro Jahr erscheinende Zeitschrift zur aktuellen deutschsprachigen philosophischen Szene mit Nachrichten, Berichten, Interviews und Diskussionen über deren Forschungen, Probleme, Hintergründe, Positionen, Trends und Kontroversen. Sie versteht sich als unabhängig und keiner bestimmten philosophischen Richtung oder Gruppierung verpflichtet.

Ansprechpartner: Peter Moser: Information-Philosophie_at_t-online.de